Afro-Look

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Bürgerrechtlerin Angela Davis mit Afro-Look 1972

Als Afro-Look (auch Afrolook, kurz Afro) bezeichnet man eine Frisur mit stark gekrausten, nach allen Seiten abstehenden dichten Locken.[1]


Geschichte

Langes, unfrisiertes, wildes und lockiges Haar wurde in den 1960er Jahren zum Ausdruck der Hippiebewegung. Der Trend zu allem Natürlichen brachte die breite Popularität des Afro-Looks. Durch den Erfolg des Musicals Hair, der Popularität von Jimi Hendrix und den Einfluss der „Black-Power-Bewegung“ und der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung unter Afroamerikanern („Civil Rights Movement“) erfreute sich Afro-Look auch teilweise unter Weißen außerhalb der USA entsprechender Beliebtheit.

Eine besondere Rolle spielte der Afro-Look in der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung, da mit dem Slogan „Black is beautiful“ das spezifisch auf Weiße zugeschnittene Schönheitsideal unterlaufen und so „queer hair“ oder „nappy hair“ zum ersten Mal in den USA auf breiter Basis sichtbar und mit Stolz getragen wurde. Auch die Dauerwelle für den Mann wurde damals gesellschaftsfähig.

Frisur

In Deutschland wurde eine Art Afro-Look in den 1970er Jahren durch den Fußballspieler Paul Breitner und Bobby Farrell (dem exzentrischen Tänzer der Disco-Gruppe Boney M) allgemein vorgelebt. Menschen mit glattem Haar modellieren ihr Haar im Afro-Look mit Papilloten (mit oder ohne Haarnadeln) bzw. drehen die einzelnen Strähnen vor dem Wickeln mit den Fingern zu Kordeln auf. Dabei werden die Haare geföhnt und anschließend mit Haarspray fixiert oder gegelt, um die „Afro-Krausen“ zu festigen.

Adaptionen

Die ab 1987 von der Initiative Schwarze Deutsche herausgegebene Zeitschrift Onkel Tom's Faust wurde nach Protesten bezüglich des Namens ab der zweiten Ausgabe in afro look umbenannt.[2]

Weblinks

Einzelnachweise

  1. http://www.wissen.de/lexikon/afrolook
  2. http://www.bpb.de/themen/LV3EN3,0,Die_Geschichte_der_afro_look.html

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