Dreadlocks

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Mit diesem Stichwort verknüpfte Kategorie(n): Frisur.
Whoopi Goldberg ist eine prominente Dreadlocks-Trägerin.

Dreadlocks, kurz Dreads (von englisch dread = Furcht) oder auch Filzlocken sind Strähnen verfilzter Kopfhaare.

Diese können sich unter Umständen selbst entwickeln, wenn das Haar für eine längere Zeitperiode nicht gekämmt, geschnitten oder rasiert wird; die Verfilzung wird jedoch meist durch Hilfsmittel künstlich herbeigeführt.

Dreadlocks können in unterschiedlichen Formen, Dicken und Längen auftreten. Es gibt auch komplett künstlich hergestellte Dreadlocks aus Wolle, die als so genannte Silky Dreadlocks bekannt sind.

Manche Dreadlock-Träger (so genannte Dread-Heads) verzieren ihre Haare zusätzlich mit verschiedenem Schmuck wie Perlen aus Holz, Metall, Fimo oder auch anderen Materialien.

Dreadlocks werden in Europa und den USA meist als modische Frisur getragen. In manchen Kulturen, beispielsweise bei den Rastafari, können sie aber auch religiöse oder spirituelle Hintergründe haben.

Weitere Begriffe


Die Begriffe Rastalocken, Rastazöpfe oder Rastas werden oft synonym für Dreadlocks verwendet, stehen aber tatsächlich für andere Frisuren, beispielsweise die geflochtenen Braids und oft auch Cornrows, die direkt an der Kopfhaut geflochten werden. Der Begriffsteil Rasta bezieht sich dabei auf Anhänger der Rastafari-Kultur. Seltener wird die Bezeichnung Afrolocken verwendet, da sie leicht mit dem Afro-Look verwechselt werden kann.

In der englischen Sprache, vor allem bei den Rastafari, ist der Ausdruck Natty Dreadlocks (seltener auch Knotty Dreadlocks) gebräuchlich.


Herstellung und Entstehungsweise


Schematische Darstellung des 180pxs.

Traditionell entstehen Dreadlocks selbständig durch langsame Verfilzung, wenn das Haar nicht geschnitten oder gekämmt wird. Menschliches Haar mit einer starken Natur-Krause verfilzt sehr schnell, bei glattem Haar dauert der Vorgang wesentlich länger, weshalb der Verfilzungsprozess oft aus Zeitgründen künstlich beschleunigt wird.

Als künstliches Verfahren ist vor allem das mechanische Verfilzen beliebt, bei dem die Haare durch vielfach wiederholtes Kämmen gegen die Haarwuchsrichtung aufgeraut bzw. toupiert werden (so genannte Backcombing-Methode).

Weiterhin findet die Reibung Anwendung. Hier gibt es zwei Möglichkeiten: Die Strähnchen-Methode eignet sich für längere Haare. Dabei werden die Haare zwischen zwei Fingern gerieben, bis kleine Knoten entstehen. Die Rubbel-Methode findet bei kurzen Haaren Anwendung, wobei sie hierbei über mehrere Monate hin auf der Kopfhaut gerieben werden, bis ein Filzhaufen entsteht, bei dem sich auch recht bald die Dreads von selbst einstellen.[1] Auch müssen Dreadlocks stets nachgefilzt werden um ein glattes Nachwachsen zu vermeiden. Um den Vorgang zu unterstützen empfiehlt es sich, sie mit Kernseife zu waschen, da diese das Haar tendenziell aufquellen lässt. Silikonhaltige Shampoos sollten hingegen unbedingt vermieden werden, da diese das Haar eher glätten.

Es besteht immer noch der Irrglaube, dass Dreadlocks mit speziellem Haarwachs behandelt werden, was allerdings vollkommen kontraproduktiv ist, da das Wachs den Filzprozess aufhält und die Dreadlocks fettig macht. Eine Technik ist das Einhäkeln kleinerer Strähnen in bereits bestehende Dreadlocks.

Es gibt auch die Möglichkeit, die Haare zu Zöpfen zu flechten und wachsen zu lassen. Die Haare wachsen dann auf der Kopfhaut als Dreadlocks nach.

Quellen


Literatur


Einzelnachweise


  1. Friseurlexikon zu Dreadlocks

Weblinks


  • dreadlocks-wiki.de Wiki: Anleitungen, Pflegetipps, Bildergalerien
  • Grow your natty dreadlocks – Artikel über die Geschichte der Dreadlocks vom 24. September 2006. Teil 1, Teil 2
  • dreads.de Dreadlocks Community: Anleitungen zum Selbermachen, Dreadpflege-Tipps u.v.a.m.


Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Dreadlocks aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.