Wasserwelle

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Mit diesem Stichwort verknüpfte Kategorie(n): Frisur, Techniken.
Wellenfrisur, bei der die Spitzen papillotiert wurden, 1935

Nasse Haare lassen sich leichter formen als trockene. Diesen Umstand benutzt der Friseur bei der sogenannten handgelegten Wasserwelle. Die Wasserwelle wird mit der Hand und dem Kamm geformt. Sie gibt flachliegende Wellen. Eine günstige Voraussetzung ist dabei naturgewelltes oder leicht dauergewelltes Haar. Stark gekraustes Haar lässt sich mit der Wasserwelle nicht formen.[1] Durch Wasser werden im Haar vorhandene Salzbindungen gelockert. In diesem Zustand wird das Haar straff für die gewünschte Frisur geformt, das heißt gewellt oder gewickelt. Durch die Trocknung erfolgt ein Wasserentzug; die Salzbindungen schließen sich wieder und geben den Haaren eine neue Form. Es handelt sich hier vorwiegend um einen physikalischen Vorgang. Die Umformung wird durch Feuchtigkeit wieder rückgängig gemacht.[2]

Frisuren auf der Grundlage der Wasserwelle sind in ihrer Form weitgehend festgelegt. Deshalb ist es besonders wichtig, sich beim Einlegen die fertige Frisur in allen Einzelheiten vorzustellen, da Änderungen nach dem Trocknen nur schwer möglich sind.[3]

Frisuren können ganz oder teilweise in der Technik der Wasserwelle hergestellt werden. Vor dem eigentlichen Legen der Wasserwelle muss der natürliche Fall des Haares festgestellt und für die Wellenanordnung berücksichtigt werden. Den natürlichen Fall stellt man fest, indem man das nasse, glattgekämmte Haar mit der Handkante anschiebt und die sich dabei abzeichnende Wellenform beobachtet. Eine gute Wellenfrisur wird besonders von den einwandfrei ausgearbeiteten Wellen am Haaransatz bestimmt. Bei der eigentlichen Wasserwelle kommt es darauf an, dass die Haare korrekt abwechselnd nach links oder rechts in die jeweilige Wellenrichtung gekämmt werden. Der dabei entstehende Wellenberg, das ist der Wendepunkt der Kämmrichtung, muss immer zwischen dem Zeige- und Mittelfinger der linken Hand gehalten und zusammengedrückt werden. Beim Formen der nächsten Welle „springen“ die Finger weiter, um den nächsten Wellenberg zu halten. Zur Befestigung der Wellen dienen Wasserwellkämmchen mit breiten Abständen zwischen den Kammzähnen und einer der Kopfform entsprechenden Formung. Das Stecken der Kämmchen ist Übungssache. Die auslaufenden Spitzen werden zu Papilloten gedreht und mit Clipsen befestigt.[4]

Mittlerweile gibt es spezielle Klammern („Wellenreiter“ oder auch „Wasserwellklammern“ aus Metall oder Plastik), die die Prozedur vereinfachen, indem sie einfach auf die zusammengeschobenen Haarpartien geklemmt werden oder die selbst so gebogen sind, dass sie ohne zusätzliches Schieben und Formen Wellen ins Haar bringen - dies ergibt aber nur kleine schmale Wellen.[5]

Einzelnachweise


  1. Rosenberger, Riedel, Clasen, Das neue Friseurfachbuch S. 177
  2. Rosenberger, Riedel, Clasen, S. 195
  3. Rosenberger, Riedel, Clasen, S. 177
  4. Rosenberger, Riedel, Clasen, S. 178
  5. Trendfrisuren.eu


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