Friseurscheren: Produktionsprozess

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Friseurscheren: Produktionsprozess

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Gelenkscheren werden durch Schmieden oder Stanzen hergestellt.

 

Geschmiedete Scheren


Aus Flachstahl werden zunächst lange, spitz zulaufende Dreiecke geschnitten. Diese erhitzt man auf Weißglut und formt aus ihnen in Gesenkschmieden die Rohlinge der beiden Scherenhälften – das sogenannte Ober- und Unterbesteck. Nach dem Entgraten und dem Ausstanzen der Scherenaugen werden die Halme, der Gewerbeansatz und der Blatteinsatz gefräst, das Loch für die Verbindungsschraube gebohrt sowie das Gewinde im Unterbesteck geschnitten.

Anschließend werden das Blatt und das Gewerbe gehärtet; nicht jedoch die Halme, die für die spätere Justage noch biegbar bleiben müssen. Zum Härten werden die betroffenen Teile im Salzbad erhitzt und im Ölbad abgeschreckt. Rostfreie Scheren werden eisgehärtet. Die dabei entstehenden Spannungen im Stahl werden durch Anlassen entfernt. Im nun folgenden Hartrichten werden die Scherenblätter gegeneinander gebogen und verdreht, sodass bei der fertig montierten Schere beide Blätter nur am "Schnittpunkt" Kontakt haben. Billige Scheren mit nicht gegeneinander verdrehten Scherenblättern neigen dazu, das Schnittgut einzuklemmen.

Schließlich werden beide Scherenhälften geschliffen, gegebenenfalls vernickelt (bei nichtrostfreiem Stahl) und montiert.


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