Funktion von Haaren

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Mit diesem Stichwort verknüpfte Kategorie(n): Das Haar, Wissenschaft.

Die Behaarung erfüllt mehrere Funktionen:

  • Lichtschutz: Haare absorbieren UV-Strahlung sowie Infrarotlicht (Wärmestrahlung) und schützen somit vor schädlichen Einflüssen des Sonnenlichts.
  • Wärmedämmung: Sie verhindern ein zu rasches Abkühlen (Hypothermie) des Körpers.
  • Feuchtigkeitsschutz gegen Regen und beim Schwimmen, in Kombination mit Einfetten (z. B. Bibergeil (Castoreum) des Bibers). Fehlende Talgdrüsen (z. B. bei Moschusochsen) machen die Tiere anfällig gegen Regen.
  • Feuchtigkeitsregulierung: Die Haut ist mit Schweißdrüsen versehen. Überschüssige Feuchtigkeit wird von den Haaren absorbiert.
  • Tarnung: Die Behaarung besitzt meist Farbpigmente und bestimmt das Aussehen eines Tieres. Bei einigen Tieren passt sich die Farbgebung der Jahreszeit an – sie ist beispielsweise im Winter heller (siehe auch Mimikry).
  • Imponier- und Drohfunktionen: Scheinbare Vergrößerung eines Tieres durch temporäres Aufrichten des Fells oder festgelegte Verteilung des Haarkleids (Mähnen, Reste der Schulterepauletten beim adulten männlichen Menschen).
  • Bessere Verbreitung von körpereigenen Duftstoffen, wie z.B. Pheromonen.
  • Bsplw. beim Pferd dient das Schweifhaar (durch Schwingen der Schweifrübe) dem Vertreiben von Insekten (insbesondere Fliegen) in der Anusregion.

Für den Eisbären wurde postuliert, dass die Haare als Lichtleiter die Strahlung auf die Haut leiten, diese These wurde jedoch widerlegt.[1]

Einzelnachweise


  1. Daniel W. Koon: Is polar bear hair fiber optic?. In: Applied optics. 37(15) 1998, S. 3198-3200.


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