Geschichte der Dauerwelle

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Dauerwellen-Apparat 1929
Erfunden wurde die Methode zur Herstellung der Heissdauerwelle im Jahr 1906 (1910 patentiert) von dem deutschen Frisör Karl Ludwig Nessler (1872–1951), der später in den USA lebte. Bei ihr wurden mit Borax getränkte Haarsträhnen auf Spiralwicklern vertikal aufgedreht und mittels einer Zange einzeln erhitzt. Am 8. Oktober 1906 wurde in London die erste elektrisch betriebene Dauerwellenapparatur vorgestellt.[1]

1924 entwickelte Josef Mayer (1881–1952) in Karlsbad die sogenannte Flachwicklung. Die erste chemisch erzeugte Dauerwelle wurde von Clark und Speakman im Jahr 1932 eingeführt.[2] Mit Sulfit wurden die Disulfidbrücken der Haare gespalten, so dass es verformbar wurde. Anschließend erfolgte eine Wärmebehandlung zur Formgebung, wobei erneut Disulfidbrücken gebildet werden.

Im Jahr 1940 wurde die Thioglykolsäure zur Reduktion der Disulfidbindungen im Haarkeratin entdeckt.[2] Seit 1947 ist die Kalt-Dauerwelle bzw. Kaltwelle üblich, bei der das Keratin des Haares nur chemisch erweicht und neu geformt wird. In den 1970er Jahren war der Afro-Look mit extrem kleinen krausen Locken populär, das Haar wurde nicht geföhnt, sondern an der Luft getrocknet. Seit den 1990er Jahren ist die Dauerwelle nicht mehr so gefragt.

Einzelnachweise


  1. Vorlage:Literatur
  2. 2,0 2,1 Wilfried Umbach: Kosmetik – Entwicklung, Herstellung und Anwendung kosmetischer Mittel, 2. Auflage, Georg Thieme Verlag, Stuttgart, 1995


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