Geschichte der Haarfärbung

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Geschichte der Haarfärbung

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Schon vor 3000–4000 Jahren war das Haarfärben mit den natürlichen Farbstoffen Henna, Indigo, später auch mit Rastik gebräuchlich. Die Römer färbten sich ihre Haare mit Bleikämmen, die in Essig eingetaucht wurden. Dabei gab es aus der Reaktion mit der Aminosäure Cystein im Haarkeratin blonde bis dunkle Farbtöne.

Vor 1900 an bestanden die Färbemittel häufig aus anorganischen Silbernitratlösungen beziehungsweise anderen Metallsalzen, gemischt mit Pyrogallol-Lösung. Dabei reagierten die Silberionen mit der Aminosäure Cystein im Haar. Damit konnten Farbtöne zwischen Blond und Schwarz eingestellt werden.[1]

Der erste dauerhaft haltbare Azofarbstoff für Haare wurde 1883 entwickelt. Ein Haarfärbemittel für Menschenhaar aus dem Jahre 1895 bestand aus 1,4-Phenylendiamin, p-Amidophenol und Diamidophenol und wurde unter dem Namen „Chenie’s Haarfarbe Fo“ in den Handel gebracht; schon damals wurde auf die mögliche Gefahr einer Hautreizung beim Färbeprozess nachdrücklich hingewiesen.[2]

Einzelnachweise


  1. Ullmanns Encyklopädie der technischen Chemie, 3. Auflage, Band 10, S. 734
  2. Chemisches Zentralblatt, (1898), S. 131