Ondulation

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Mit der Brennschere onduliertes Haar, 1930

Das Wort Ondulation bedeutet „Wellung“, es ist von dem französischen Wort onde („Welle“) abgeleitet. Man versteht darunter die Formung des Haares mit einem Onduliereisen. Die Technik wurde um 1880 von dem Franzosen Marcel Grateau erfunden.[1]Das Onduliereisen (veraltet: Brennschere) wurde auf dem Herd oder über dem Feuer erhitzt und ist mit dem heutigen Lockenstab vergleichbar.

Ondulieren ist mit dem Bügeln von Stoff zu vergleichen. Durch das heiße Eisen gibt man dem bearbeiteten Material dabei die gewünschte Form. Bekanntlich lässt sich vollkommen trockener Stoff schlecht bügeln; gleiches gilt für die Wellung von Haaren mit einem Onduliereisen. Vollkommen trockenes Haar lässt sich schlecht ondulieren; es muss immer noch einen geringen, nicht spürbaren Feuchtigkeitsgehalt besitzen. Bei der Ondulation wird dem Haar mit dem heißen Onduliereisen dieser geringe Feuchtigkeitsgehalt entzogen und gleichzeitig gewellt.[2]

Die Umformung der Haare mit Hilfe von Wärme ist alt. Vor mehr als 2000 Jahren kannte man in Griechenland einen Lockenstab, den Calamister, als Hilfsmittel zur Erzeugung von Locken.[3] Bei diesem wurde ein hohles Rohr genommen, um welches die Haare gewickelt wurden. Anschließend schob man einen Bronzestab in das Rohr, der zuvor in Feuer erhitzt worden war. Die Sklavin, die das Haar krauste, hieß Calamis. Daher nannte man das Rohr Calamister.[4]

Einzelnachweise


  1. http://www.hairweb.de/historie-dauerwellen.htm
  2. Rosenberger, Riedel, Clasen, Das neue Friseurfachbuch, S.173
  3. Rosenberger, Riedel, Clasen, S.175
  4. Hans W. Kern: Die Technik der Haararbeiten und ihre Verwendung, S. 8.


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