Semipermanente Haarfärbung

Aus FriseurSpezial.de

Wechseln zu: Navigation, Suche

Semipermanente Haarfärbung

Mit diesem Stichwort verknüpfte Kategorie(n): Haarkosmetik.

Zur Nuancierung verwendet man semipermanente Farbstoffe. Sie haben eine hohe Affinität zum Keratin des Haares, die Bindung der Farbstoffe erfolgt physikalisch. Als synthetische Haarfärbemittel werden Nitrophenyldiamine, Azo- und Chinonimin-Farbstoffe in Verbindung mit organischen Lösungsvermittlern wie Glycolether oder Polypropylen verwendet.

Die natürlichen semipermanenten Haarfärbemittel Henna, Reng, Kamille, Holz-, Rindenextrakte und Rastik haben heute an Bedeutung verloren.

Henna

Blätter und Stängel der Pflanze Lawsonia alba Lam. (oder auch L. inermis L.) enthalten als Farbkomponente 2-Oxy-1,4- naphtochinon. Die Gewinnung des Farbstoffes erfolgt über Trocknung von Blättern und Stängeln, Verpulverung derselben, Lösung des Farbstoffes mit heißem Wasser und dann Aufgabe auf das Haar.[1] Der Henna-Farbstoff gibt dunklen Haaren eine kastanienfarbene Tönung.

Reng

Kommt in Blättern der Indigopflanze vor. Es wird zusammen mit Henna verwendet. Mit Henna kann man Farbtöne zwischen rotblond – schwarz je nach Mischungsverhältnis erreichen.

Kamille

Der Blütenfarbstoff Apigenin (5,7,4'-Trioxoflavon) der Kamille bewirkt eine Gelbfärbung des Haares.

Rastik

Ist ein Gemisch aus Pyrogallol und Eisen-, Kupfersalzen. Pyrogallol wurde durch Rösten von Galläpfeln gewonnen.[1] Das Haar wird von Rastik tief schwarz gefärbt.


Einzelnachweise


  1. 1,0 1,1 Ullmanns Encyklopädie der technischen Chemie, 3. Auflage, Band 10, S. 736


Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Haarfärbung aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.